Sommerlager 2014 in Idar-­Oberstein

Ein Bericht von Lars Quiehl

Wie jedes Jahr hat sich wieder eine Gruppe von Leuten zusammengefunden, die den Flug­ und Schulungsbetrieb für ein paar Tage auf einem anderen Flugplatz verlegen wollten und so trafen sich am Samstag zwölf Vereinsmitglieder um nach Idar­-Oberstein im Hunsrück zu fahren. Nach einer geruhsamen Fahrt mit kurzer Pause an einer Raststätte um den Kaffeemangel auszugleichen und schnell etwas zu sich zu nehmen, kamen wir dann am Zielort an. Nachdem die Zelte aufgebaut und eingeräumt waren, stand eine Besichtigung des Platzes und ein paar Partien Billard auf dem Programm.

Im Nachhinein kann man sagen, dass der Regen, den wir am Samstag schon gehabt haben, eigentlich sinnbildlich für das Wetter im gesamten Lager stand.
Als die Einkauftruppe zurück aus dem Ort und das Essen zubereitet war, konnten dann auch endlich die ganzen hungrigen Münder gestopft werden und anschließend den Abend gemütlichausklingen lassen.

Am Sonntag stand dann die Einweisung der Fluglehrer und Scheinpiloten auf dem Plan. Nachdem wir dann aufgrund einiger heftiger Schauer wieder eingeräumt hatten und das Wetter wieder erträglich wurde und sich die Sonne auch wieder zeigte, zog die ganze Truppe in den Ort Oberstein, um nach einem kurzen Rundgang ein Eis zu sich zu nehmen und dann für alle Freiwilligen die Felsenkirche zu besichtigen. Beim abendlichen Zusammensitzen und Essen fing es dann so stark zu gewittern und hageln an, dass das Essen unterbrochen werden musste, damit die Zelte gesichert und gerettet werden konnten. Hier zahlte es sich aus, wer sein Zelt von Anfang an gut befestigt und abgespannt hatte, da es so stark stürmte, dass es die nicht so abgesicherten zelte einfach niedergepustet hat. Als wir uns dann alle nass und fröstelnd wieder ans Essen setzen konnten war die Erleichterung dann doch groß. 

Endlich! Das erste Mal, dass Schulungswetter angekündigt war. Also am Montag nach dem Essen sofort unsere Flugzeuge aufgerüstet. Hinzu kam auch noch die Einweisung der Windenfahrer auf die neue Winde und das Erklären der doch ungewohnten Prozeduren auf dem Flugplatz. Da für die kommenden Tage nicht so gutes Wetter angekündigt war, viel schnell der Entschluss bis zum Abendessen, also so lange wie möglich, zu fliegen.

Als wir dann den doch nicht kleinen Hunger befriedigt hatten, stieß Rüdiger zu uns, der aufgrund der Arbeit vorher nicht kommen konnte. Die Euphorie des Vortages wurde dann am Dienstag doch schnell wieder gebremst, als es morgens beim Aufstehen schon regnete und der Wetterbericht dieses Wetter auch für den ganzen restlichen Tag ankündigte. Also beschlossen wir das Fliegen sein zu lassen und uns stattdessen eine alte Edelsteinmine anzuschauen. Nach dem anschließenden Besuch einer Eisdiele wurde sich bis zum Abend entspannt. Um alle Gegebenheiten des Platzes einmal benutzt zu haben, wurden an dem Abend in der vereinseigenen Grillhütte Burger gegrillt und anschließend das Fußballspiel zwischen Deutschland und Brasilien angeschaut. Das trug dann doch stark zum Aufheitern der Stimmung bei.

Der für das Lager typische Regen hat uns am Mittwoch dann auch nicht im Stich gelassen. So viel schnell die Entscheidung in das Luftfahrtmuseum nach Hermeskeil zu fahren und den Vormittag mit dem Besichtigen der erstaunlichen Sammlung und Ausstellung von Flugzeugen und Luftsportgeräten zu verbringen inklusive mit einem vorhergehenden Besuch des in einer Concorde angesiedelten Cafés.

Wieder auf dem Flugplatz angekommen wurden die Pläne für den Donnerstag gemacht und nach dem Essen dann das Spiel Niederlande gegen Argentinien geschaut. An dem Abend fuhr dann Rüdiger wieder ab, da die Wetteraussichten für die folgenden Tage ähnlich gut waren, wie die bisherigen, und er seine Zeit dann doch lieber zu Hause verbringen wollte. 

Dieser Beschluss stellte sich am nächsten Tag als gar nicht so falsch heraus, da es, mal wieder, in strömen regnete. Die flugfreie Zeit wurde dann von unserem Ausbildungsleiter Rainer für theoretischen Unterricht genutzt. Nachmittags ging es dann nach Bad Kreuznach. Dort führte für die Jugendlichen der Weg in die Therme und und die Erwachsenen machten sich einen schönen Tag in der Stadt. Das gute Wetter welches dann gegen Abend aufzog, wurde dann nicht mehr zum Fliegen genutzt sondern nur noch zum Entspannen. Nach dem Abendessen ging es dann auch relativ zügig in die Zelte.

Von dem guten Wetter vom Nachmittag des Vortages war am Freitag leider nichts mehr zu sehen und so wurde wieder Theorieunterricht gegeben. Als dann am Nachmittag doch noch die Sonne durch die Wolken brach, wurde sofort aufgerüstet und geflogen. Allerdings währte diese Freude nicht lange, da wir vor dem herannahenden Gewitter alle Flugzeuge trocken in die Hänger oder Hallen räumen mussten. Es reichte also für einen Flugbetrieb von ein paar Stunden, die aber vollständig genossen wurden. Es war schließlich das erste Mal seit Tagen, dass wir wieder in die Luft kamen. Nachdem alles eingeräumt und verstaut war, hatte niemand mehr wirklich Lust länger auf das Essen zu warten und die ganzen Truppe begab sich in das flugplatzeigene Restaurant, wo
dann die Spezialität des Hunsrück, der Spießbraten, ausgiebig getestet und für äußerst lecker befunden wurde. Die einzigen die das leider nicht testen konnten, waren Jürgen und Romy, da uns die beiden noch vor dem Essen verließen. Für Romy ging es direkt weiter in den nächsten Urlaub und Jürgen musste sich um den vollgelaufenen Keller zu Hause in Bonn kümmern. 

Obwohl das Fliegerlager eigentlich bis Sonntag geplant war, wurden schon am Samstag die Zelte abgebrochen und für die meisten ging es nach dem Einpacken zurück nach Bonn, wie nicht anders zu erwarten aufgrund des Wetters. Die einzigen, die zurückblieben, waren Markus, Rainer, Malte und Lars. Markus und Rainer wollten den geplanten Urlaub voll nutzen und den Tag dann zur Entspannung nutzen, Malte war bei den beiden als Beifahrer eingeplant und wollte das auch nicht ändern und Lars hatte seinen Urlaub dem ursprünglichen Plan des Lagers angepasst und eine Zugfahrt am Sonntag gebucht. Da der Tag nicht ganz ungenutzt verstreichen sollte, machten wir uns nach Trier auf und besichtigten bis abends die Stadt mit allen Sehenswürdigkeiten, die sie zu bot. Da uns das Essen am Tag zuvor so überzeugt hatte, kehrten wir dann abends wieder bei Helga ein und wagten zum zweiten Mal die Kostprobe am Spießbraten.

Am Sonntag wurde dann nur noch zusammengepackt, verstaut und alle Vorbereitungen für die Abfahrt getroffen. Lars wurde pünktlich zur Bahn gefahren und dann fuhren auch Markus, Rainer und Malte ab.

Insgesamt also ein fliegerisch nicht sonderlich ausgeprägtes Lager, was aber allen doch Spaßgemacht hat und in das viel Theorie und Kultur eingeflossen ist.